Der Lebenslauf als Karrierevorbereitung: 10 Tipps zur perfekten Präsentation von Qualifikationen

Personalberatung

Der Lebenslauf ist nicht nur eine Übersicht der bisherigen beruflichen Stationen, vielmehr stellt er den Schlüssel zum beruflichen Erfolg dar. Er ist quasi die Eintrittskarte für das Vorstellungsgespräch. Umso wichtiger ist es, ihn zu pflegen und regelmäßig zu aktualisieren. Im Idealfall auch dann, wenn man nicht gerade aktiv auf Jobsuche ist. Denn das Zusammenfassen und die Aufführung der eigenen Leistungen gibt einem nicht nur selbst einen guten Überblick, wo man in der Karriere steht, sondern kann auch den Weg zu spannenden Karrieremöglichkeiten ebnen. Damit der erste Eindruck bei einem potenziellen neuen Arbeitgeber stimmt, haben wir nachfolgend die wichtigsten Punkte zur optimalen Darstellung von Fähigkeiten, Erfahrungen und Qualifikationen zusammengefasst:

1. Die richtige Struktur 
Ein Lebenslauf sollte gut strukturiert sein und dem gängigen Aufbau folgen, damit Personaler:innen sich einen schnellen Überblick verschaffen können. Hier hat sich folgender Aufbau bewährt: 


Persönliche (Kontakt-) Daten

Hier stehen Name, Adresse, Telefonnummer und Email-Adresse. Bitte unbedingt auch auf eine professionelle Emailadresse achten. Spaßadressen wie Balljunge97 oder Ähnliches haben hier nichts verloren. Verzichten sollte man in jedem Fall auf Angaben zu Familienstand, Berufen von Familienangehörigen und auch Religion. So können sich Personaler auf Sie als Person konzentrieren. 
 

Berufsziel oder Zusammenfassung

Hier kann eine kurze Zusammenfassung Ihrer beruflichen Ziele und Qualifikationen stehen. Dies sollte nicht mehr als 1 Satz sein. Beispielsweise: Internationale Sales Managerin mit Fokus auf FMCG.


Berufserfahrung

Eine chronologische Liste der bisherigen Positionen, beginnend mit der aktuellen oder letzten Position. Also in zeitlich absteigender Reihenfolge. Neben der Berufsbezeichnung kann diese Übersicht auch eindeutige Tätigkeiten, die Sie in dieser Position ausgeführt haben, beinhalten. Achten Sie bei der Aufführung auf eine genaue und korrekte Bezeichnung der Tätigkeiten. Der Trend geht bei Unternehmen zur Erfassung von Lebensläufen via Software. Umso wichtiger ist es, entsprechende und korrekte Keywords im Lebenslauf zu berücksichtigen.


(Aus-)Bildung:

Eine Liste Ihrer akademischen Qualifikationen, beginnend mit dem neuesten Abschluss.

 

Fähigkeiten und Kenntnisse

Eine Auflistung der relevanten Fähigkeiten und Qualifikationen. Hier können auch IT-Kenntnisse wie Programmiersprachen oder Software-Anwendungen berücksichtigt werden, denn diese werden oft als gute Zusatzqualifikation eingestuft. Auch Ihr Level (Grundkenntnisse, fortgeschritten, Expert) sollten Sie mit angeben.  
 

Zusätzliche Abschnitte

Je nachdem wie Ihr beruflicher Background aussieht, können Sie auch Abschnitte für Veröffentlichungen, Konferenzen, ehrenamtliche Tätigkeiten oder Sprachkenntnisse hinzufügen.


Ort, Datum, Unterschrift

Das Datum versichert der Personalabteilung, dass der Lebenslauf aktuell ist und die Unterschrift sorgt für eine gewisse Verbindlichkeit.

2. Design und Formatierung 
Ein Dokument, das ein ansprechendes Design hat, findet naturgemäß viel mehr Beachtung als ein Standard-Dokument. Dabei sollte es aber nicht zu ausgefallen sein. Das Design sollte die Erfassung des Inhaltes unterstützen. Eine leicht lesbare Schriftart, ausreichend Weißraum sowie eine gute Struktur mit Bullet-Points sind hier gute Anhaltspunkte. Es sollten nicht zu viele graphische Elemente verwendet werden, es sei denn, es ist in der Branche üblich. Grundsätzlich sollte man versuchen, seinen Lebenslauf auf 1-2 Seiten zu beschränken.

3. Bewerbungsfoto: ja oder nein? 
Das Bewerbungsfoto ist kein Muss in einem Lebenslauf. Aber natürlich sehen die meisten Personalverantwortliche trotzdem gern, wie die Person aussieht, die hinter dem Lebenslauf steht. Wird ein Foto verwendet, muss dieses natürlich aktuell und professionell sein.  

4. Hervorheben von Erfolgen
Besondere Erfolge und Leistungen dürfen im Lebenslauf gern auch als solche herausstechen. Hier können auch stichpunktartig Zahlen oder ein Beispiel herangeführt werden, um zu zeigen, wie man dem bisherigen Arbeitgeber zum Erfolg verholfen hat.

5. Anpassen an die Stellenanzeige 
Unternehmen und Jobpositionen sind einzigartig. Deshalb sollte man in jedem Fall einen genauen Blick auf die Anforderungen werfen und ggfs. den Lebenslauf noch etwas anpassen, sodass deutlich wird, warum man das Perfect Match für diese Stelle darstellt.

6. Rechtschreib- und Grammatikfehler sind ein No Go 
Es geht hier um einen ersten Eindruck und der sollte zeigen, dass man sorgfältig und professionell ist. Lesen Sie also gründlich über den Lebenslauf und geben Sie ihn auch anderen Leuten zur Korrektur, um diesen Stolperstein von vorneherein aus dem Weg zu räumen.

7. Angabe von Zertifizierungen sowie Weiterbildungen 
Verfügen Sie über beruflich relevante Zertifikate und passende Qualifikationen, sollten diese auch im CV erwähnt und herausgestellt werden. Das zeigt nicht zuletzt das Interesse an Weiterbildungen in Ihrem Bereich. Auf sich stetig wandelnden Märkten wird diese Bereitschaft immer wichtiger.

8. Aktualität ist das A und O 
Der Lebenslauf sollte immer auf dem neuesten Stand sein. Versteht sich eigentlich von selbst. Trotzdem noch mal der Hinweis, dass es sich lohnt, diesen regelmäßig anzupassen. Zum Beispiel auch, wenn eine neue Software-Schulung oder Ähnliches hinzukommt.    

9. Digitale Präsenz 
Inzwischen ist die Nutzung businessorientierter Netzwerke selbstverständlich. Deshalb bietet es sich an, direkt einen Link zu seinem Xing oder Linkedin Profil in den Lebenslauf zu integrieren. So erfährt der zukünftige Arbeitgeber auch direkt etwas über Ihre Aktivität in Sachen Networking.  

10. Referenzen 
In den USA weit verbreitet, ist das Aufführen von Referenzen in deutschen Lebensläufen zwar keine Pflicht, lohnt sich aber durchaus. Referenzgeber sind grundsätzlich Personen, die persönlich mit Ihnen zusammengearbeitet haben und Ihre Arbeit fachlich bewerten können. Als Berufseinsteiger können dies bspw. auch Dozent:innen sein. Referenzgeber verifizieren die im Lebenslauf aufgeführten Qualifikationen. Dies sollte natürlich vorab mit der benannten Person abgestimmt sein. Im Idealfall werden im Lebenslauf 2-3 Referenzen mit Namen, Funktion und Kontaktmöglichkeit aufgeführt. Eine gute Referenz kann den entscheidenden Pluspunkt gegenüber einem anderen Kandidaten einbringen.

Ein Lebenslauf kann schnell über eine Einladung zum Gespräch entscheiden. Die Zeit, die es kostet, einen professionellen Lebenslauf zu erstellen, ist aber in jedem Fall gut investiert, geht es doch um den bisherigen Verlauf des Lebens, wie der Begriff Curriculum Vitae wortwörtlich übersetzt heißt. Und dieser ist das Herzstück jeder Bewerbung. Bevor sich jemand die Zeit nimmt, das Anschreiben oder die Zeugnisse zu sichten, muss er in 2-3 Minuten von Ihrem Lebenslauf überzeugt sein.

Profi-Tipp von Michelle, Teamlead Recruiting: „Zeugnisse bieten eine super Basis zur Auflistung der Tätigkeiten im Lebenslauf. Deshalb bitte auch unbedingt daran denken, nach jedem Vorgesetzten- oder auch Positionswechsel ein Zwischenzeugnis anzufordern. Dies steht Ihnen nicht nur zu, sondern erleichtert auch die kontinuierliche Aktualisierung des Lebenslaufes. Gleiches gilt natürlich für den Arbeitgeberwechsel, hier sollte ebenfalls zeitnah ein qualifiziertes Zeugnis eingefordert werden.“

Alle Tipps umgesetzt und noch Fragen in Sachen Lebenslauf bzw. generell zum Thema Karriereplanung? Dann melden Sie sich gern direkt bei Michelle Zimmer, Teamlead Recruiting.